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Mit dem Beschluss des Bundeskabinetts zur Haushaltsplanung 2023 und der Finanzplanung bis 2026 sollen die bisher zumindest bis 2024 vorgesehenen Fördermittel des Investitionspakts Sportstätten bereits ab 1.1.2023 entfallen. Mehrere Millionen Euro Bundesmittel für Sanierung und Neubau von Sportstätten würden entfallen. In Nidda, in Büdingen und vielen anderen Kommunen plant man neue Sportanlagen. Hierfür werden diese Fördermittel dringend benötigt. Die Kreistags-Fraktion der Freien Wähler Wetterau kritisiert das deutlich. „Wieder einmal ein Beschluss der Berliner Ampelkoalition aus heiterem Himmel, der ein Förderprogramm abrupt beendet und viele Arbeitsstunden für Planungen, auch von Ehrenamtlichen, zunichtemacht.  Planungssicherheit ist ein Fremdwort geworden. Dies wird, wenn es bei dem Beschluss bleibt, auch erhebliche Auswirkungen auf den Sport und die kommunalen Haushalte in Hessen und speziell in der Wetterau haben. Es zeigt sich einmal mehr, dass die Kommunen mit ihren Aufgaben alleingelassen werden.“, kritisieren die FW-Kreistagsabgeordneten Cenk Gönül und Ulrich Majunke den Beschluss des Bundeskabinetts. Gleichzeitig seien wieder einmal zahlreiche Vereine und engagierte Sportlerinnen und Sportler die großen Verlierer dieser Beschlüsse.
Die völlig unzureichende Finanzierung der Kommunen in Hessen führt immer wieder zu drastischen Entscheidungen. Hallenbäder müssen geschlossen werden, Sportanlagen werden nicht saniert oder neu gebaut. Haushalte werden nicht genehmigt, freiwillige Leistungen gekürzt, während immer neue Pflichtaufgaben auf die Kommunen delegiert werden. Jede nicht sanierte Sporthalle oder nicht durchgeführter Ersatzneubau, bleiben auch weiterhin Energiefresser, die das Klima und auch die Kassen belasten. Die Leitlinien in der Politik werden in Berlin und Wiesbaden bestimmt, dort sitzen die Verantwortlichen. Es sind seit Jahrzehnten die gleichen Parteien, die mit ihren Entscheidungen keine nachhaltige Finanzierung der Kommunen sicherstellen. „Vor jeder Wahl und nach jeder Wahl werden die gleichen Schallplatten aufgelegt. Bisher ist es den CDU geführten Regierungen in Wiesbaden noch geschickt gelungen, die eigene Verantwortung auf die ehrenamtlichen Entscheidungsträger in den Gemeinden abzuwälzen, aber auch diese Phase nähert sich mit großen Schritten ihrem Ende. Man spürt, dass sich hier im Meinungsbild der Menschen eine Veränderung der Wahrnehmung vollzieht. Die Fehlstellungen der Politik kommen immer deutlicher ans Tageslicht“, betonen Majunke und Gönül.
Für den Bereich des Wetteraukreises kündigen die Freien Wähler verschiedene Anträge und Maßnahmen an. „Immer wieder wird betont, dass der Sport gerade in schwierigen sozialen Zeiten ein besonderes Augenmerk verdient, insbesondere bei der Integration ausländischer Mitbürger und auch bei der Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen. Wenn dies nicht alles leere Floskeln sein sollen, müssen sich die Kommunalparlamente, der Kreistag, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Interesse der Menschen und unabhängig von ihren parteipolitischen Netzwerken für ihre Heimat und gegen den Beschluss einsetzen, so die Freien Wähler.

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