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Eine Delegation der Freie WÄHLER besuchten kürzlich bei strahlendem Sonnenschein den Milchviehbetrieb der Familie König in Ober-Mörlen.


Die FREIEN WÄHLER lobten das Engagement von Familie König, die in dritter Generation die Landwirtschaft betreiben und sprachen über viele Herausforderungen der Landwirte in der heutigen Zeit. Sie diskutierten über Themen wie die Düngeverordnung, die Agrarreform und den Tierschutz. Der Landtagskandidat Cenk Gönül kritisierte besonders die grüne Politik: Ideologie gehe hier vor wirtschaftlicher und energiepolitischer Realität. Viele Pläne würden nicht nur die Landwirtschaft sondern den ganzen ländlichen Raum betreffen.

Die familiäre, bäuerliche Landwirtschaft ist für uns FREIE WÄHLER Grundvoraussetzung für einen lebensfähigen und lebenswerten ländlichen Raum. Sie erfüllt nicht nur wirtschaftliche, soziale und umweltbezogene Aufgaben, sondern versorgt die Bevölkerung mit hochwertigen regionalen Nahrungsmitteln. Das bleibt auch in Zukunft Hauptaufgabe der Landwirtschaft.

„Landwirte fühlen sich oft übergangen von der Politik“, berichtet König und führt weiter aus „Landwirte wollen mitgenommen werden in Entscheidungsprozesse, Landwirte können Umweltschutz und können ihren Beitrag zur Artenvielfalt leisten“. 

Eines der Themen, die intensiv diskutiert wurde, war die Novellierung der Industrieemissionsrichtlinien (IED) und deren Auswirkungen auf die Tierhaltung, das Tierwohl und die Haltungsformen.Denn auch die Kühe vom Hof König stoßen Methan aus und gelten damit als klimaschädlich. Aber: Nicht die Kuh ist das Problem, sondern die Haltung- erklärt Markus König. Jede Kuh stößt pro Jahr rund 100 Kilogramm Methan aus, ein Gas, das zehn bis zwanzig Mal schädlicher für das Klima ist als CO2. Das klingt erst einmal besorgniserregend. Doch das Image der Kuh ist zu Unrecht schlecht. Frisst die Kuh Heu oder Gras, regt sie es damit zum Wachstum an. Das Gras bildet Feinwurzeln aus, die deutlich mehr CO2 speichern können als etwa Wälder. Stößt die Kuh Methan aus, wird es in der Atmosphäre innerhalb von zwölf Jahren in CO2 umgewandelt. Diesen Kohlenstoff nutzen Gräser für ihr Wachstum und speichern ihn dabei im Boden. Damit werden die eigentlich schädlichen Gas-Emissionen der Kuh neutralisiert – ein perfekter Kreislauf, erklärt Landwirt und König den FREIEN WÄHLERN. Die Co-Evolution von Wiederkäuern und Grasland wird von Menschen seit langem genutzt. So wurden Kühe nicht nur als Milch- und Fleischlieferanten gehalten, sondern auch, weil sie zum Bodenaufbau beitragen, eine wichtige Voraussetzung für erfolgreichen Ackerbau. Damit ist die Klimabilanz der Kuh zumindest hier in Ober-Mörlen gar nicht so schlecht, resümiert die Delegation der FREIN WÄHLER.

„Bereits jetzt müssen einige Betriebe ihre Ställe mit so genannten Abluftfiltern versehen. Für die politisch gewollten kleineren und mittleren Familienbetriebe sind solche Investitionen nicht zu stemmen, falls die IED ausgeweitet wird und bereits kleinere Betriebe gezwungen sind, hier zu investieren“, so König weiter. Sie würden die Tierhaltung einstellen müssen und Deutschland würde stärker von Lebensmittelimporten abhängig werden. In der Landwirtschaft haben wir es häufig mit Zielkonflikten zu tun, in diesem Falle zwischen Tierwohl und Emmisionsschutz. Es ist, wie so oft im Leben: Die Lösung ist nicht schwarz oder weiß, sondern liegt oft in der Mitte. Deshalb sollten die Verschärfungen der IED meiner Meinung nach in dieser Art nicht umgesetzt werden, so dass Landwirte auch die Möglichkeit bekommen, Ställe tierwohlfreundlicher zu gestalten,“ meint Markus König.Umweltschutz geht mit Landwirtschaft und nicht gegen Landwirtschaft, sind sich alle einig.

Die FREIE WÄHLER wollen sich für die Interessen der Landwirte und des ländlichen Raums einsetzen und fordern unter anderem eine faire Preisgestaltung für landwirtschaftliche Produkte, eine Stärkung der regionalen Wertschöpfungsketten und eine Verbesserung der Infrastruktur in den ländlichen Gebieten, so der Landtagskandidat der südlichen Wetterau, Thorsten Schwellnus im Gespräch.

Beide Kandidaten Cenk Gönül und auch Thorsten Schwellnus versprachen, sich für die Interessen der Landwirte zu den besprochenen Themen einzusetzen und diese Anliegen an die zuständigen Stellen weiterzuleiten. Abschließend war man sich einig, wie wichtig die Landwirtschaft für die Wirtschaft und die Gesellschaft sei und dass man sich für eine faire und nachhaltige Agrarpolitik einsetzen werde.

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